Kennst du das? Dieses Gefühl morgens den Snooze-Button drücken zu müssen? Und wieder? Und wieder? Und am Ende bist du froh, dass du „gerade so“ pünktlich das Haus verlässt? Natürlich muss ich nicht erwähnen, dass das Frühstück nur aus einer Tasse Kaffee besteht. Und ich gestehe: Ich habe schon so manches mal mit vollem Mund kauend die Wohnungstür hinter mir geschlossen. Irgendwie was essen wollte ich ja doch noch.
Wäre „Den Snooze-Button drücken“ eine olympische Disziplin – ich würde Weltrekorde aufstellen.
Dabei ist gerade für Menschen mit PTC bzw. IIH dies eine besonders schlechte Angewohnheit. Viele nehmen entwässernde Medikamente – die Dehydrierung am Morgen schlägt also besonders intensiv zu. Dazu ist der Kopfschmerz im Liegen für uns meist schlimmer. Langes Ausschlafen bis in die Mittagsstunden am Wochenende ist für mich also fast ein Kopfschmerzgarant.

Die tolle Aufstellung einer Morgenroutine von Jena inspirierte mich also selber dazu meinen Mann zu schnappen und unseren Morgen neu durchzuplanen – oder besser gesagt zum ersten Mal wirklich zu planen. Irgendwie spielen sich morgens ja Abläufe ein, aber wie bereits geschrieben waren unsere weit davon entfernt optimal zu sein.

Schnell stellte sich für uns heraus: Ein guter Morgen beginnt mit einer kleinen Vorbereitung am Vortag. Es fällt mir deutlich leichter am Abend die Gaderobe für den kommenden Tag heraus zu legen als morgens Schlaftrunken in den Kleiderschrank zu blinzeln.

Des weiteren bin ich ein froßer Freund meines Lichtweckers. Wenn das Licht erst einmal den Raum erhellt ist die Gefahr sich noch einmal umzudrehen deutlich geringer. Besonders in der dunklen Jahreszeit fühle ich mich morgens deutlich erfrischter. Ich nutze ihn schon ein paar Jahre. Und dennoch, mein niedrieger Blutdruck lässt mich morgens nur langsam in den Tag finden.

Zur Planung unseres neuen Morgens war mir daher wichtig, mir die Zeit für 8 wunderbare Yogaübungen  zu geben. Da unser kleiner vierbeiniger Wirbelwind morgens nach Möglichkeit auch noch ein wenig Zeit für sich bekommen soll haben wir zwei unterschiedliche Varianten für unseren morgen geplant, so dass dienstags und  donnerstags so wie am Wochenende ein wenig Raum für mich entsteht. An den anderen Tagen bekommt der Wirbelwind etwas Zeit von mir, bevor ich im Bad tue, was eine Frau morgens im Bad tun muss.

Für ein ausgewogenes Frühstück, das ich genießen kann, und liebevolle Worte am Frühstückstisch mit meinem Mann benötige ich etwa 20 Minuten. Dazu gehört selbst gebackenes Brot (für mich als Weizenallergiker eine Notwendigkeit) und genug Proteine in Form eines Naturjoghurts.

Da mein Arbeitsweg leider über die Autobahn führt, die die knapp 5 Millionen Bewohner des Ruhrgebiets gerne als „den längsten Parkplatz Deutschlands“ bezeichnen nuss ich spätestens um 8 Uhr aus dem Haus.

Alles in allem bedeutet dies, dass der Wecker nun morgens um 6:30 Uhr klingelt. Eine neue Herausforderung für „Snooze-Women“!

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