So haben wir das Chaos im Kleiderschrank besiegt

Ist es nicht ein herrliches Gefühl den Kleiderschrank zu öffnen und sich aus einer Auswahl gut sitzender und stilistisch passender Kleidung zu bedienen? Ein Gefühl als würde man jeden Tag shoppen. Nur ohne enge Umkleidekabine und Frustration nichts zu finden.

Gerade die eben genannte Frustration machte sich bei mir in der letzten Zeit breit sobald ich unseren Schrank öffnete. Aufgrund des unfreiwilligen Bewegungsmangels der letzten Zeit habe ich einige Kilos auf den Hüften zugelegt. Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre (als PTC-Patient bedeutet dies immer auch gleich mehr Kopfschmerz) kam der Frust dazu, dass mir jedes zweite Kleidungsstück nicht passte. Dem entsprechend unmotiviert flogen meine Kleidungsstücke im Schrank herum. Was meinen Göttergatten ebenfalls nicht gerade dazu anhielt Ordnung zu halten. In einem waren wir uns einig: Es musste Abhilfe geschaffen werden. Und zwar richtig. Wir wollten alles aussortieren, dass nicht mehr passte oder alt und abgenutzt war. Und wir wollten für mehr Übersicht sorgen. Die Projektmanagerin in mir machte also einen Plan, den wir gestern in die Tat umsetzten. Ich möchte diesen mit euch teilen – als Inspiration und Motivation.

 

1. Tragt euch einen festen Termin im Kalender ein

Nein, das ist kein Scherz. Ihr werdet eine ganze Zeit brauchen, aber es lohnt sich. Versprochen!

 

2. Alles muss raus – aber sortiert

Das Bett wurde mit einer großen Decke abgedeckt und wir legten vier Zonen fest:

  • Behalten: Sitzt gut, steht mir und ist einwandfrei
  • Abgeben: Sitzt nicht mehr oder steht mir nicht ist aber einwandfrei
  • Wegwerfen: Alle Teile, die irreparabel beschädigt sind sowie nicht sitzende Unterwäsche, Socken, etc.
  • Aufbewahren oder Reparieren: Alle Teile, an denen ein Knopf fehlt, etc. Überdies war es mein Stapel für Kleidung, die ich sofort wieder tragen werde wenn die Kilos wieder runter sind (diesen Stapel empfehle ich nur, wenn ihr WIRKLICH gerade eine Diät macht)

Außerdem lagern wir in unserem Kleiderschrank Bettbezüge sowie Handtücher. Auch hier gilt es zu hinterfragen: Benötige ich diese Handtücher, die Tante Erna mir zum 30sten geschenkt hat und die nicht zu meinem Badezimmer passen? Bleiben durften bei uns 2 Sätze warme Bettwäsche für den Winter und zwei Sätze für den Sommer. Dazu 6 große Handtücher, damit genug für Sauna oder Gäste vorhanden ist und 6 normale Handtücher.

Während der erste die aussortierten Müllsäcke zum Recycling-Hof fuhr wischte der andere den gesamten Schrank aus. Alle Oberflächen, Rückwandteile, Schubladen… Kleidung verliert Faser und Fusseln. Und auch wenn ich häufig Staub wische, es ist beeindruckend, was da noch alles zu Tage tritt.

 

3. Passt der Schrank noch zu meinem Leben?

Dies ist natürlich nur ein optionaler Schritt. Aber wir sind sicher nicht die einzigen, zu deren Leben der Schrank eigentlich nicht mehr passt. Im Klartext bedeutet das: Wir beide sind älter geworden und auch unser Modegeschmack hat sich dem angepasst. Statt T-Shirts tragen wir deutlich häufiger Hemden. Statt Pullovern eher Strickjacken oder Jacketts oder Sakkos. Meine Jeans habe ich zu einem ganzen Teil gegen Röcke eingetauscht. Wir benötigten also deutlich mehr Platz auf Kleiderstangen und weniger Schubladen als bisher.

Ohne von IKEA bezahlt zu werden: Ich halte das Kleiderschranksystem PAX für eines der nachhaltigsten Möbelstücke, die man sich ohne holen kann. IKEA verkauft dieses System und seine Inneneinrichtung bereits seit langer Zeit und man kann davon ausgehen, dass dies auch noch eine Weile so sein wird. Er ist ein Klassiker wie das Billy-Regal. Ich kann also meine Einrichtung nicht nur ganz nach meinen Wünschen planen, sondern ich kann sie auch verändern, wenn meine Lebensumstände dies erfordern. Statt also einen komplett neuen Schrank zu kaufen besorgten wir uns für gerade einmal 110 € eine komplett neue Innenausstattung, die alle unsere Wünsche erfüllt. Und wir haben tatsächlich nicht ein einziges Brett an seinem alten Platz gelassen. Vielleicht ist dies also für euch auch eine Option?

 

4. Alles wieder rein – aber mit System

Bevor die Teile, die ihr behalten wollt und nicht reparieren müsst in den Kleiderschrank zurück wandern müsst ihr euch ein paar Gedanken machen. Mein Göttergatte zum Beispiel weiß nie so recht, welche Stücke er kombinieren kann. Also haben wir alles so in den Schrank gebracht, dass alle kombinierbaren Kleidungsstücke beisammen hängen. Ggf. sogar schon auf einem Bügel. Dies lässt ign schneller ein Outfit zusammen stellen. Ich persönlich mag es lieber, wenn alle ähnlichen Kleidungsstücke zusammen finden. Also kommen erst alle Röcke auf die Kleiderstange, dann die langärmligen Blusen, etc. Wo wollt ihr Stauraum für reine „Winterkleidung“ schaffen, wo sollen die Sportsachen lagern? Ich empfehle, solche thematisch zusammengehörenden Stücke, die nicht immer benötigt werden an einem Ort zusammen zu fassen. Überlegt auch, dass die Stücke, die ihr häufiger benötigt besser greifbar sein sollten als die seltener benötigten.

Ob ihr euch nun entscheidet die Einrichtung des Kleiderschranks zu verändern oder auch nicht – in eines solltet ihr auf jeden Fall Geld investieren: Holzkleiderbügel. Bügel aus Draht oder Plastik sind nicht gut für die Kleidung und lenken das Auge ab. Einheitliche Bügel sorgen sofort dafür, dass alles ordentlicher ausschaut und zudem bieten euch Holzkleiderbügel die Möglichkeit für einen Trick beim Einräumen:

Hängt eure Kleidungsstücke beim Einräumen so auf, dass alle Haken in eine Richtung zeigen. Wenn ihr in den kommenden Wochen und Monaten eure Kleidung mit dem Haken in die andere Richtung in den Schrank räumt, dann seht ihr sofort, welche Teile ihr nicht tragt. Beim Sortieren anfangs hattet ihr sicher wie wir einige Teile dabei, bei denen ihr euch unsicher ward ob ihr sie behalten wollt oder weggeben. Diese Teile werden durch das „Hakensystem“ bewertet. Wenn ihr sie nicht tragt, warum dann behalten? Ich empfehle, diese Check auch nach dem Aufräumen dauerhaft alle halbe Jahr durchzuführen. Tragt es einfach sofort im Kalender ein!  Beachtet dabei, dass ihr eure Winterjacke im Sommer natürlich nicht tragt 😉 Und auch das eine schwarze Ensemble für Beerdigungen bleibt hoffentlich länger unberührt. Denkt aber daran, diese Kleidung regelmäßig abzustauben. So behaltet ihr dauerhaft nur Kleidungsstücke, die ihr auch wirklich anzieht.

 

5. Und die zu kleinen Teile, die bestimmt bald wieder passen…

Da war er ja noch, mein ominöser Stapel Kleidung, der mit 5 Kilo weniger auf den Rippen auch wieder gut aussehen sollte. Diese Kleidung habe ich in Unterbettkommoden ordentlich zusammen gelegt und diese dann unter das Bett geschoben. Dort kann die Kleidung bleiben bis die 5 Kilo abgespeckt sind – oder bis zur nächsten Kleiderentrümpelung…

 

TOP 4 kostenlose Apps, die euch bei euren Vorsätzen unterstützen

Als Informatikerin betrachte ich Technik gerne mit der Fragestellung: „Hilft mir das weiter? Wie kann das mein Leben verbessern?“.

Vieles, das heute angeboten wird verbessert unser Leben nicht wirklich. Es macht das Leben komplizierter und aufwändiger. Die Kosten-Nutzen-Rechnung geht dann häufig nicht auf, auch wenn uns das hübsche Design vom Gegenteil überzeugen will.

Dennoch bin ich immer noch begeistert von der Entwicklung der Smartphones. Diese wunderbaren Geräte können, clever genutzt, neben der Funktion von Telefon und Messenger einfach so vieles im Leben vereinfachen. Auch für das Durchhalten guter Vorsätze sind die richtigen Apps für mich ein wahrer Segen. Daher möchte ich euch meine persönlichen Favouriten heute vorstellen.

MyFitnessPal

MyFitnessPal ist in seiner Grundfunktion ein Kalorienzähler. Der tägliche Bedarf wird zunächst über einige persönliche Daten ermittelt. jeden Tag können hier nun die einzelnen Mahlzeiten und Snacks eingetragen werden. Die App ist prima für alle, die schnell und einfach Kalorien zählen wollen, denn eine sehr große Onlinedatenbank enthält bereits ein Vielzahl an Lebensmitteln. Nur noch das passende aussuchen und zur richtigen Mahlzeit eintragen lassen. Für besonders eilige ist sogar ein Barcodescanner integriert. Einfach Barcode scannen. Ich habe noch kein Lebensmittel gefunden, dass er nicht erkannt hätte.

Schwieriger wird es, wenn man Brot selbst backt oder ein Essen aus sehr vielen Einzelzutaten zubereitet. Mir reicht dann meist ein Näherungswert. Ich sehe das mit dem Zählen nicht ganz so verkniffen. Ich selber nutze es besonders um mir überhaupt erst einmal einen Überblick darüber zu verschaffen, was ich esse und wie viel davon. MyFitnessPal gibt bei einzelnen Posten Rot oder Grün markiert an, wenn man zu viel Fett zu sich nimmt oder wenn man besonders proteinreich isst.
Ich merke an mir bereits den erzieherischen Wert: Will ich wirklich noch ein kleines Schokobon eintragen oder greife ich doch lieber zu einer deutlich sättigenderen Birne?

Wasser Zeit

Wasser Zeit hilft mir ganz besonders, da ich medikamentenbedingt täglich etwa 3,5 bis 4 Liter Flüssigkeit zu mir nehmen muss. Aber auch wer sonst abnehmen will muss unbedingt genug Wasser trinken. Es hilft nicht nur beim Fettabbau sondern spült auch die im Fett eingelagerten Giftstoffe aus dem Körper. Wasser Zeit erinnert regelmäßig (der Turnus ist individuell wählbar) genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen, wobei Kaffee deutlich weniger, aber auch Saft und Milch weniger zum Flüssigkeitshaushalt beitragen wie reines Wasser. Wer gerne Kräutertees trinkt wie ich muss sich damit behelfen, dass auch diese einfach als Wasser zählen. So gut, so simpel. Richtig hydriert zu sein ist auch auf vielerlei anderem Wege wichtig für uns. Probiert es und fühlt einfach wie dieser einfache Umstand dazu beiträgt, dass ihr euch besser fühlt.

Time Tree

Time Tree ist ein echter Schatz, wenn ihr mehr als eure eigenen Termine im Auge behalten wollt. Ob als vielbeschäftigtes Paar, Familie oder Freundeskreis: In Time Tree könnt ihr einen Kalender für jede Gruppe anlegen, mit der ihr häufger Termine koordinieren müsst. Ich habe also z.B. einen Kalender für meinen Job, aber auch einen für die Familie. Jeder in meiner Familie hat die App auf dem Handy und trägt seine eigenen Termine in einer eigenen Farbe dort ein. Gemeinsame Terime haben bei uns die Farbe des Kalenders. Diese kleine App hat unser Zeitmanagement zu Hause deutlich vereinfacht. Kein langes Abstimmen von Terminen. Ich muss Freunde nicht erst bitten nochmal daheim in den Terminkalender zu schauen. Und mir entgeht auch im Stress nicht wenn mein Liebster beim Zahnarzt war und sich über einen liebevollen Anruf im Anschluss freut. Puffer sind so auch einfacher zu planen. Wer also auch beim Terminstress abspecken will ist hier genau richtig.

Kamera

Eure Kamera am Smartphone. Echt jetzt? Ja, dieses kleine Wunderwerk am Smartphone nutze ich nicht für Selfies oder um Hochzeiten zu fotografieren. Dafür nutze ich dann doch lieber die große Spiegelreflex. Aber diese Zusatzfunktion zu den alten Handyknochen bietet einige Möglichkeiten. Meine liebste: Zu den Telefonnummern meiner Ärzte fotografiere ich die Sprechzeiten und speichere sie als Kontaktbild ab. Ebenso verfahre ich gerne mit Visitenkarten.
Aber auch um einmal schnell dieses tolle Rezept meiner Freundin „mitzunehmen“ – wer will an einem schönen Abend schon lange abschreiben.
Nach Besprechungen mache ich gerne ein schnelles Bild von Whiteboard oder Flipchart – so lassen sich Ergebnisse deutlich schneller festhalten als in langen Protokollen.
Und für alle unter uns die eine „besondere Diät“ halten genau so wie für Allergiker: Ein Foto mit allen zu meidenden Zutaten ist für einen Gastgeber eine echte Hilfe.

Wie ist es bei euch? Habt ihr andere hilfreiche Apps die ihr häufig nutzt? Oder auch Lifehacks für ohnehin vorinstallierte Apps?